Mit einer verdienten aber vermeidbaren Niederlage mussten sich die Wetzlar Wölfe in der Oberliga am vergangenen Sonntag vor rund 300 Zuschauern abfinden und damit die Hoffnung auf die Tabellenführung vorerst begraben. Mit einer desolaten Leistung unterlagen die Wölfe den aus Kassel angereisten Titans mit 14 : 21 (7:7/7:7/0:0/0:7).
Einen gebrauchten Tag nannten die Coaches der Wölfe den vergangenen Gameday. Mit einer absolut desolaten Leistung, die nicht annähernd das Leistungsvermögen der Wetzlarer wiederspiegelte, mussten sich die Wölfe den Titanen aus Kassel mit 14:21 geschlagen geben.
Dabei fing alles nach Maß an. Gleich zu Beginn konnte die Wetzlarer Verteidigung Kassels Angriff stoppen. Im Gegenzug bewegten die Wölfe den Ball konsequent über den Platz und erzielten durch einen kurzen Lauf von Philipp Dille (#25) die 6:0 Führung. Den fälligen PAT verwandelte Max Ebsen (#7) gewohnt sicher.
Doch Kassel zeigte sich wenig beeindruckt und setzte seinerseits immer wieder auf tiefe Pässe. Wetzlars Passverteidigung schien an diesem Tag fast nicht gegenwärtig zu sein. Immer wieder standen die Passempfänger der Titans vollkommen frei. So kam es wie es kommen musste. Kassel erzielte durch einen langen Pass den Ausgleich zum 7:7.
Wetzlar nun völlig von der Rolle. Kaum ein Lauf konnte Raumgewinn erzielen. Gleich Reihenweise ließen die sonst so sicheren Passempfänger die Bälle fallen.
Immer wieder stand Kevin Kuhr (#8), der QB der Wölfe, unter starkem Druck und musste improvisieren.
Im zweiten Spielviertel waren es dann folgerichtig auch die Titans die die Führung zum 7:14 erzielten. Beim folgenden Kickoff zeigten die Wölfe dann, warum sie zur Tabellenspitze zählen. Dank sehr gut gesetzter Blocks konnte Wetzlars Returner den Ball direkt bis in die Endzone der Titans tragen und so das Spiel zum 14:14 ( PAT Max Ebsen ) ausgleichen.
 
Nach der Halbzeitpause konnte zunächst keines der beiden Teams Akzente setzen. Erst im letzten Spielviertel waren es dann die Kassel Titans, die sich durch einen abgefangenen Passversuch der Wölfe in sehr gute Feldposition brachten und in der Folge per Passspiel das 14:21 erzielen konnten.
 
Für die Wölfe geht es bereits am kommenden Sonntag mit einem Auswärtsspiel in Hanau weiter. Zum Saisonauftakt konnte Wetzlar die Hornets aus Hanau im heimischen Stadion mit 26:0 besiegen. Doch das Team um Coach Cordell Shepard ist gewarnt. Die Hornets konnten ihre letzte Partie bei den Offenbach Rockets gewinnen. Das junge Team aus Hanau zeigte sich dabei in den vergangenen Spielen stetig verbessert.
 
„Nach der gezeigten Leistung gegen Kassel müssen wir einen deutlichen Zahn zulegen“, erklärt Coach Shepard, „ das sind wir unseren zahlreichen Fans schuldig.“
Auch Pressesprecher Baumert schlägt raue Töne an: „Die Jungs hatten das Spiel mental schon abgehakt und dachten wohl, das erledigt sich von selbst. Kassel ist ein harter Brocken. Die Titans waren in die letzten Jahre nicht umsonst in der Regionalliga heimisch. Eine solche Leistung gegen ein so starkes Team ist ein Unding. Dabei können die Jungs das um Welten besser. Das haben sie schon oft genug bewiesen.“
 
Nach dem Spiel in Hanau steht die Sommerpause in der Oberliga an. Anfang August geht es dann für die Wölfe nach Rüsselsheim zum Rückspiel bei den Crusaders. Doch zunächst stehen die Hanau Hornets auf dem Programm. Kickoff ist am 23.06.19 um 15.30 Uhr im Herbert-Dröse-Stadion in Hanau.